Moët
& Chandon
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Weinberge in der Champagne
sind seit dem ersten bis vierten Jahrhundert n.Chr. bekannt. Im 15. Jahrhundert gab es
schon rund 400 Winzergemeinden. 1683 wurde Claude Moët in eine alte Champagnerfamilie geboren und gründete 1743 sein Unternehmen. Allerdings wurde das Gut erst durch seine Enkel auf dem ganzen europäischen Markt bekannt gemacht. 1832 übernahmen Viktor Moët und Pierre-Gabriel Chandon das Champagnerhaus und etablierten den Namen "Moët & Chandon". Im zwanzigsten Jahrhundert baute Robert-Jean de Vogüé den weltweiten Vertrieb erfolgreich aus. Es wurden sogar Königshäuser beliefert. Der weltbekannte Brut Imperial beispielsweise wurde als Huldigung der Freundschaft zwischen Moët & Chandon und Napoleon Bonaparte geschaffen. Heute knallt alle 2 Sekunden irgendwo auf der Welt ein Korken dieses Champagnerhauses. Moët & Chandon besitzt 550 ha Rebfläche und ist das grösste Haus in der Champagne. Die Anbaufläche ist somit beinahe gleich gross, wie jene des gesamten Kantons Zürich in der Schweiz (645 ha). Die Rebfläche gliedert sich in 5 verschiedene Anbaugebiete, auf denen die champagner-üblichen Sorten angebaut sind. Die Anbaufläche fällt in alle 13 Grand Cru Lagen der Region. Der Boden besteht aus Kreidegestein und zeichnet sich durch den Vorteil aus, dass er Wärme speichert und diese an kühlen Tagen wieder an die Reben abgibt. Geographisch liegt die Champagne im Norden am Rande der europäischen Weinbauzone und hat ein sehr rauhes Klima, das aber durch den Witterungseinfluss des Ozeans etwas abgemildert wird. Von der Traube zum Wein Rund 100 Tage nach der Blüte werden die Trauben von ca. 2'000 Erntehelfern per Hand gelesen und selektioniert (Handlese). Die Verarbeitung der Trauben und des Weines ist die Aufgabe des Kellermeisters. Dieser verkostet mit Hilfe seiner 12 Önologen die ungefähr 800 stillen Weine, um sie zu klassifizieren und zu vermählen, so dass ein optimales Assemblage (Verschnitt) erreicht werden kann.
Durch diese optimalen Bedingungen ist die Lagerung von über 100'000'000 (100 Mio) Flaschen möglich. Der Keller fasst so viele Flaschen Wein, dass sie 3 Jahre auf Reserve verkauft werden könnten. Vom Wein zum Champagner Jeder Liter
Wein wird zum Champagner. Die Remuage (das für die "Champagnerwerdung"
notwendige Rütteln) der Flaschen wird von 9 Mitarbeitern durchgeführt. Eine
Person kann ungefähr 40'000-50'000 Flaschen in 6 Stunden abrütteln. Je nach
Sorte werden die Flaschen zwischen 6-12 Jahren gelagert, bevor sie dosiert
werden. Erst dann ist der Champagner zum Verkauf geeignet. Unter dem Einfluss des Hauses Moët & Chandon erhielt das Anbaugebiet der Champagne 1927 seine Ursprungsbezeichnung und ist seit 1935 eine der ersten anerkannten AOC Frankreichs. Die bekanntesten Champagnersorten sind:
Die hier kultivierten, dem Klima und Boden hervorragend angepassten Rebsorten spiegeln die einzigartigen Wachstumsbedingungen wider. Chardonnay verleiht dem Wein Frische, Eleganz, Finesse und Lebendigkeit. Pinot Noir gibt ihm Fruchtigkeit, Körper, Intensität und einen nachhaltigen Abgang. Pinot Meunier ergänzt durch seine Rundheit uns sein Bouquet die anderen Sorten auf grossartige Weise. Das Geheimnis der Champagnerherstellung liegt wohl im Pressen von roten Trauben zu weissem Wein und der gekonnten Schaumbildung durch Flaschengärung. Moet & Chandon verkauft 20-30 Millionen Flaschen Champagner pro Jahr in die ganze Welt.
Mehr über Champagner erfahren Sie hier...
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