Oechsle
und das
Mostgewicht

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Das Mostgewicht verrät bereits einiges über die zu erwartende Qualität des Weins. Gemessen wird es in Oechsle.
Das Mostgewicht resultiert in erster Linie aus dem Zuckergehalt. Daraus lässt sich der maximal mögliche Alkoholgehalt ableiten. Aus dem Zuckergehalt ergibt sich letztlich der potentielle Alkohol-Gehalt im Wein. Die Messung erfolgt mit einem Aräometer (Senkwaage) oder Refraktometer (Lichtbrechung). In Deutschland und Österreich stellt das Mostgewicht ein wichtiges Qualitäts-Kriterium dar, mit dem ein Wein schon durch den Anteil von Zucker im Most teilweise klassifiziert wird. Dies ist zum Beispiel ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe einer evtl. amtlichen Prüfnummer. Es gibt mehrere Verfahren, Instrumente und Masseinheiten, die in den einzelnen Ländern unterschiedlich sind. Durch
Mostkonzentration kann dem Most in kleinerem Umfang Wasser entzogen werden. Die
verbleibenden Inhaltsstoffe konzentrieren sich und lassen höherwertige Weine zu.
Allerdings ist das Verfahren sehr teuer und wird nur bei einigen Spitzenweinen
in Auslesequalität eingesetzt. Unterschiedliche Mindestmostgewichte für einzelne
Rebsorten und Anbaugebiete Oechsle Der
deutsche Physiker, Goldschmied und Optiker Christian Ferdinand Oechsle
(1774-1852) war ein erfinderisches Universal-Genie. Zu seinen zahllosen
Erfindungen zählen zum Beispiel ein gefahrloses Knallgasgebläse für Lötarbeiten
und das ”Lebensrad” (ein Vorgänger des Kinematographen). Daneben betrieb er noch
eine Spiritus-Brennerei. In den 1820er-Jahren begann Oechsle zusammen mit seinem
Sohn mit der Entwicklung von Mostwaagen (Spindeln) mit Gradeinteilung. Solche
Geräte gab es zwar bereits seit 250 Jahren, aber Ochsle war der erste, der eine
praktisch anwendbare Gradeinteilung auf den Spindeln entwickelte und diese
Geräte ab den 1830er-Jahren in Serie herstellte. Sein Anspruch war, dass durch
die Bestimmung des Mostgewichtes es möglich sein müsse, die Entwicklung des
auszubauenden Weines besser vorauszusehen. Die nach ihm benannte Masseinheit „Oe“
(Oechsle) ist heute vor allem in Deutschland, in der Schweiz und in Luxemburg
gebräuchlich.
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