Mostbehandlung
und Anreicherung

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Nach
Vorklären des Mostes auf natürliche Art durch Absetzenlassen, mit Hilfe eines
Separators (durch Zentrifugation) oder eines speziellen Filters, empfiehlt es
sich, schon vor der Gärung bestimmte kellertechnische Behandlungen
durchzuführen. Es wirkt schonender, wenn man zur Entfernung eventuell
vorhandener störender Inhaltsstoffe bestimmte Methoden anwendet (zum Beispiel
Bentonitbehandlung zur Vermeidung von Eiweißtrübungen). In Weinjahrgängen mit zu
hohen Säurewerten dürfen die Winzer Moste oder Wein mittels kohlesaurem Kalk
behandeln und entsäuern. Die natürlich vorhandenen Hefen im Most genügen oft
nicht, um eine spontane Gärung herbeizuführen. Deshalb verlässt man sich heute
zunehmend auf den Einsatz von speziellen Reinzuchthefen, die die Gärung in Gang
bringen. Bei Tafel- und Qualitätsweinen b. A. ist eine Zuckerung des Mostes
zulässig. Auch in Frankreich und in anderen großen Weinbauländern bedient man
sich dieser Methode der Anreicherung oder Chaptalisation, um eine höhere
Alkoholausbeute durch Zugabe von Zucker zu erreichen.
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