Ernesto Pauli's

Weinlexikon

 

 

 

Weinsteinstabilisierung


Die Kältebehandlung zur Ausscheidung des Weinsteines ist allgemein bekannt.


Die Elektrodialyse wurde schon vor einigen Jahrzehnten erwähnt und wurde in Geisenheim von Prof. Wucherpfennig (1975) untersuchtt. Vielleicht kam sie damals nicht in den praktischen Gebrauch, weil die nötigen oder angepaßten Membranen nicht vorhanden waren.

Dieses Verfahren wurde in Frankreich von Cottereau, Montounet und Escudier seit 1989 wieder neu bearbeitet. Dies war nur möglich, weil zu gleicher Zeit eine Entwicklung von Membranen erfolgte, die eine Weinbehandlung erlaubten.

Dieses Verfahren ist für die Behandlung der Weine gegen Weinsteinausfall gut geeignet. Um die Stabilität der Weine zu erlangen, wird nur die entsprechende Quantität Kalium und Weinsäure ausgeschieden. Die Intensität der Behandlung kann so dem Wein gut angepaßt werden. Da auch Kalzium ausgeschieden wird, werden die Weine auch gegenüber Kalziumtartratausfall stabiler.

Dieses Verfahren wurde 1993 von dem OIV angenommen und am 20.10.1997 in der EU für Tafelweine zugelassen.

 

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