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Tauberschwarz - Rebsorte
Die rote Rebsorte Tauberschwarz (V. Vinifera) ist sehr alt, die Herkunft
nicht gesichert. Tauberschwarz, eine alte Landsorte des badischen
Frankenlandes, verschwand weitestgehend mit dem Rückgang des Weinbaues im
Tauber- und im Vorbach-Tal. Gemäss Information der Staatlichen Lehr- und
Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg stand nur noch in einem
Weinberg mit ca. 400 Rebstöcken diese Rotweinsorte.
Sie kam im 16. Jahrhundert nach Franken und war dort weit verbreitet. Hier
wurde sie zumeist im gemischten Satz "bunt gemischt" in einem Weinberg
zusammen mit Elbling, Österreicher (Silvaner) und Trollinger angepflanzt, um
eine möglichst gleichbleibende Qualität zu gewährleisten.
Beginn der 1960er-Jahre wurde an der Staatlichen Lehr-
und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg (Württemberg)
versucht, die Sorte durch züchterische Auslese wieder zu beleben.
Der Antrag auf Eintragung in die Sortenliste wurde 1987 gestellt, worauf im
Frühjahr 1994 die Registrierung des Klones We 600 erfolgte. Seit Oktober
1996 ist die Rebsorte im Regierungsbezirk Stuttgart für den
Main-Tauber-Kreis und zwei Gemeinden des Kreis Hohenlohe klassifiziert.
Die Tauberschwarz erbringt leichte, fruchtige Weine mit
lichter Farbe, in reifen, guten Jahren auch granatrot, dann auch würzige
Art.
Mit dem gleichen Titel "Tauberschwarz" schrieb Gunter
Haug einen Kriminalroman. Merkwürdige Gestalten, ein Grabtuch Christi und
eine im Taubertal agierende Sekte versetzen darin den Kommissar samt Familie
in einen Strudel religiösen Wahns, finsterer Intrigen und krimineller
Handlungen.
Uns bekannte Synonyme sind: Bl. Frankentraube, Grobrot,
Bl. Hartwegstraube, Bl. Hängling, Häusler, Süssrot.
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