|
Maréchal Foch -
Eine zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Elsass durch den französischen
Züchter Eugène Kuhlmann (1858-1932) neu gezüchtete rote Rebsorte
(auch Kuhlmann 188.2, Marschall Foch). Sie ist eine Kreuzung zwischen (Vitis
riparia x Vitis rupestris) x Goldriesling (zweitere Sorte ist eine Kreuzung
Riesling x Courtillier Musqué Précoce).
Maréchal Foch ist früh reif, mit hoher
Pilzresistenz gegen die Mehltaukrankheiten wie auch gegen Botrytis. Es lässt
sich je nach Art der Vinifikation ein interessanter, kräftiger Wein mit
leichtem Fox-Ton bereiten, mit etwas südländischem Charakter.
Die von Eugène Kuhlmann kreierten Sorten sind
Etoille I, Etoille II, Léon Millot (K. 194.2), Lucie Kuhlmann (benannt nach
seiner Frau), Maréchal Foch (K. 188.2), Maréchal Joffre (K. 187.1), Pinard
und Triomphe d´Alsace.
Diese Sorte ist speziell für kühlere Gegenden
geeignet. Seit Beginn der 90er Jahre hat man in der deutschschprachigen
Schweiz vermehrt pilzresistente Rebsorten gepflanzt, zu einem grossen Teil
bei Oekowinzern. Die heute in der Praxis meistverbreiteten Sorten dieser
Gruppe sind Regent, Léon Millot, Maréchal Foch und Seyval blanc.
Die Maréchal Foch war früher an der Loire weit
verbreitet, heute belegt sie dort nur mehr etwa 100 Hektar Rebfläche. Nebst
der Schweiz, wird sie im Staate New York, in Kalifornien und in Kanada
kultiviert. Da sie eine Hybride ist, wurde der Anbau in Deutschland in den
1930er-Jahren verboten.
Léon Millot (Kuhlmann 194.2) und
Maréchal Foch (Kuhlmann 188.2) sind aus derselben Kreuzung hervorgegangen
und sind demnach Geschwister.
Sie ist nach dem berühmten französischen Marschall Ferdinand Foch
(1851-1929) benannt, der nach dem Ersten Weltkrieg als geistiger Vater der
Deutschland aufdiktierten Waffenstillstands-Bedingungen im Wald von
Compiègne in die Geschichte einging.
|