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Commandaria - der älteste Markenwein der Welt
Weine, die
den Namen Commandaria tragen dürfen, stammen aus einer kleinen Weinbauregion
nördlich von Limassol an den südlichen Ausläufern des Troodos-Gebirges.
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Die Trauben
(die weisse Xynisteri und die rote Mavro) für den Commandaria-Süsswein
werden etwa 8-10 Tage an die warme zypriotische Sonne gelegt, bis sie fast
rosiniert sind. |
Friedrich
Schiller und der Commandaria?
„Wir trinken
Cyprier und küssen schöne Mädchen“, sagt Fiesco in Friedrich Schillers
Trauerspiel „Die Verschwörung des Fiesco“ von 1782. Vermutlich dachte der
weinliebende Dichter an eine Flasche des berühmten Dessertweines „Commandaria“
Einige
Informationen zu diesem hervorragenden Süsswein aus Zypern.
- Im 8.
Jahrhundert v. Chr. berichtete der griechische Dichter Hesiod über die
Herstellung des zypriotischen Süssweins. Damals wurde der Wein "Nama" genannt.
Auch andere antike Autoren wie Plinius, Strabo, Seneca schrieben über ihn.
Ebenso in der Bibel wird dieser Wein erwähnt. – Er ist eine Legende für sich!
Den Namen, der sich bis heute als Markenname gehalten hat, erhielt er von den
Johannitern des Kreuzritterordens (1192-1489 zur Zeit der Herrschaft der
Lusignans), die in der Nähe vom heutigen Limassol residierten und ihren
Hauptsitz als „Kommandantur“ bezeichneten. Die Region wurde bekannt als
„Grande Commandarie“.
- Damit
ist der Commandaria der Wein mit der längsten ununterbrochenen
Produktionsgeschichte der Welt. – In der Kulturgeschichte des Weines nimmt der
Commandaria einen einzigartigen Platz ein.
- Die
Malteserritter exportierten den Commandaria an die europäischen Fürstenhöfe
(z.B. wurden grosse Mengen an die Habsburger Residenz in Wien geliefert).
- In
Venedig konnte der Commandaria sogar frei von Steuern eingeführt werden, da er
als „Tonikum“ kategorisiert wurde.
- Zudem
war der Wein so berühmt, dass portugiesische Händler Schösslinge von
zypriotischen Rebsorten auf Madeira brachten (der Madeira stammt also von
originalen zypriot. Rebsorten).
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1213 schrieb der Dichter Henri d`Angeli in seinem Werk „The
battle of the wines“: „During the gigantic winetasting competition of wines
from all over the world, organized by Philippe August, king of France, the
sweet wine of Cyprus was crowned as the Evangelist of wines, shining like a
true star.”
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Sogar der Muslim Selim II. (1566-1574), der Zypern eroberte,
war begeistert vom Commandaria…
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Im 13. Jh. wurde der Commandaria sogar nach Basel
importiert…(als Begleiter zu den Läckerlis auch heute ein Gedicht)
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1990: erste AOC für den Commandaria.
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Nur 14 Dörfer 30 km nördlich von Limassol dürfen die Trauben (Xynisteri
und Mavro) anbauen. Eine strenge Ertragsbeschränkung legt fest, dass pro ha
nur 17 Hektoliter Wein produziert werden dürfen. Nach der Ernte werden die
Trauben an die Sonne gelegt, bis sie fast „rosiniert“ sind. – Reifung in
grossen Fässern.
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Riedel hat vor wenigen Jahren in einem speziellen
Selektionsprozess entscheiden, dass das bestmögliche Glas für den legendären
Dessertwein das Glas aus der Serie „Vinum“ mit dem Code 444/55 sei.
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Der Commandaria hat sehr lange aufbewahrt werden. Auch geöffnet
und gekühlt gelagert, kann er problemlos über längere Zeit aufbewahrt werden.
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Genusstemperatur: 12-14 Grad. Zu Blauschimmelkäse; zu gereiftem
Sbrinz mit Blauschimmel; zu Desserts (Mousse, Kuchen, Zartbitterschokolade);
schöner Begleiter zum Kaffee (mal an Stelle eines hochprozentigen Brandys).
Als Meditationswein…; ein toller Wein für den Barbetrieb. – Saucen werden
wunderbar verfeinert mit Commandaria. – Marinaden für Pouletfleisch (Grill)
erhalten mit Commandaria eine ganz spezielle Note.
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François Guyard: „Die Commandaria-Weine gehören definitiv zu
den ganz grossen Weinen der Welt.“
- Master
of Wine Philipp Schwander:
„ein überaus gelungener Wein.“ (Zypern entdecken!)
- Der
Weinjournalist Thomas
Vaterlaus: „Klares Bernstein. Betörend vielfältige Aromatik von Mandarinen,
Marzipan, Rosinen, Gebäck, Tee, Feigen und Zartbitterschokolade. Im Gaumen
mächtig und süss. Im Abgang perfektes, frisch wirkendes Spiel zwischen Süsse
und Säure. Toller Wein!“
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Für den Etko: Commandaria St. Nicholas 2000 AOC:
März 2009: internat.
Jury in Limassol:
Grand Gold Award; Expovina Zürich 2009: Golddiplom La Sélection Basel 2009:
Golddiplom, 1.
Stelle aller Goldmedaillen
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Die vier Grosskellereien auf Zypern, Etko, KEO, Sodap, Loel,
keltern den Commandaria. Neu beginnen nun auch kleinere Regionalkellereien
Commandarias zu produzieren.
Und so wird der Commandaria
hergestellt:
Die Lese
erfolgt, wenn die Trauben der Rebsorten Mavro (rot) und Xynisteri (weiss)
mindestens 230 Gr/l Zucker enthalten. Dann werden die Trauben auf Strohmatten
wie beim Strohwein getrocknet. Das führt zu einer starken Konzentration. Der
Zuckergehalt erreicht jetzt 400 Gr/L.
Die Trauben
beider Rebsorten werden getrennt gepresst, die Gärung erfolgt ebenfalls in
getrennten Behältern.
Die kleinen
Winzer verwenden heute noch Amphoren, die zum Teil vergraben sind. Die
Genossenschaften benutzen Stahltanks.
Die Gärung
dauert zwischen zwei und vier Monaten, während welcher die Moste beider
Rebsorten gemischt werden. Zusätzlich werden sie mit Weingeist (bis 20% des
gesamten Volumens) aufgespritet. Der oxydative Ausbau in grossen Eichen- und
Kastanienfässern dauert mindestens 8 Jahre. Der Alterungsprozess der Weine
erfolgt meistens nach dem in Spanien ausgebreiteten Solera-Criadera-System.
Bezugsquellen:
Paphos-Weine GmbH, CH-Muttenz -
www.paphosweine.ch
Flaschenpost Wein-Service -
www.flaschenpost.ch
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Ein ganz
hervorragender Commandaria ist der St. Nicholas von ETKO
Bernsteinfarbe, kolossales Bouquet. Unerwartete Aromen von frischem Heu,
Marzipan und Minze |
Hinweis: Wir haben die Beiträge nach bestem Wissen
erstellt. Sollten Sie dennoch in unseren Beschreibungen Fehler finden, danken
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