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Arneis
Die oft auch liebevoll "Barolo Bianco" genannte weisse Rebsorte
stammt aus den Roero-Bergen bei Alba in der italienischen Region Piemont.
Sie wird hauptsächlich auf sandigen Böden in der Umgebung des Städtchens
Canale angebaut und wurde im Roero erstmals im Jahre 1478 unter den Namen
Renesium und Ornesio erwähnt. Sie ist neben der
Cortese (Gavi) und dem
Moscato, die autochthone (= einheimische) Weissweintraube des
Piemont. Früher wurden aus ihr vor allem süsse Weine gekeltert oder sie
diente als mildernder Verschnittpartner dunkler Nebbiolo-Rotweine. Sie wurde
in den 80er Jahren von Vietti und Bruno Giacosa vor dem Aussterben bewahrt.
In den DOC-Zonen Langhe und Roero werden daraus
reinsortige Weissweine gekeltert (Roero Arneis und Langhe Arneis). Der Wein
ist zartfruchtig, mit feinen Aromen nach frischen Früchten und einem
leichten Bittermandelton. Arneis sollte jung getrunken werden.
Arneis wird auch für Passitos verwendet, einem Süsswein der aus rosinierten
- das heisst luft- oder sonnengetrockneten Trauben - hergestellt wird.
Schon im antiken Rom gab es übrigens einen Rosinenwein, den Passum. Ihr Name
wird auf den Ausdruck "schelmisch" zurückgeführt (Übersetzung des
Dialektbegriffs "Arneis").
Synonyme sind: BIANCHETTA DI ALBA; BIANCHETTO
ALBESE
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