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Slowakische Republik. Hauptstadt: Bratislava. Fläche:
49'035 km2. Einwohner: 6 Mio.
Die Slowakei wird im Westen von den Karpaten
eingenommen. In der Hohen Tatra erhebt sich der höchste Berg (Gerlachovský Štít)
mit 2 655 m. Im Osten hat die Slowakei Anteil am Ungarischen Tiefland. Die Donau
bildet einen Teil der Südgrenze zu Ungarn, im Osten ist die Morava teilweise
identisch mit der Grenze zur Tschechischen Republik. Sie weist vorwiegend ein
Kontinentalklima mit warmen Sommern und kalten Wintern auf. In den Karpaten sind
die Winter naturgemäß strenger als in den übrigen Landesteilen, sie verzeichnen
auch die meisten Niederschläge. Zum Osten hin nehmen die Niederschläge
kontinuierlich ab.
Im Jahre 1993 wurden aus ehemaligen Gesamt-Staat
Tschechoslowakei die beiden eigenständigen Staaten Slowakei und Tschechien
gebildet. Der Weinbau hat eine gemeinsame Geschichte. Die Weinbau-Gebiete der
Slowakei befinden sich hauptsächlich im Osten an den Grenzen zu Österreich und
Ungarn. Es herrscht kontinentales Klima mit heißen Sommern und kühlen Wintern
mit mäßigen Niederschlägen vor. Die Rebfläche beträgt etwa 20.000 Hektar, per
anno wird rund eine halbe Million Hektoliter Wein erzeugt. Die Rebflächen liegen
großteils an den Donau-Nebenflüssen Hron, Nitra und Väh rund um die Hauptstadt
Bratislava. Eine Besonderheit stellt das kleine Gebiet dar, das direkt an die
Weinregion Tokaj-Hegyalja angrenzt. Hier wird in den drei (früher zu Ungarn
gehörenden) Ortschaften Kistoronya, Szõlõske und dem slowakischen Teil von
Sátoraljaújhely ein Wein nach Art des Tokajer erzeugt. Nach jahrelangen
Streitigkeiten einigten sich Anfang 2003 die beiden Länder, dass die innerhalb
des 172 Hektar großen Gebietes dieser drei Gemeinden erzeugten Weine die
Herkunfts-Bezeichnung Tokaji tragen dürfen (für vier weitere Gemeinden wurde
dies seitens Ungarn abgelehnt).
Die Rebsorten werden in die Klassen „A“ und „B“ unterteilt, rund ein Fünftel der
Fläche fällt unter A. Die vorherrschenden Sorten sind Blauer Portugieser (Portugalské
Cervené), Blauburgunder (Rulandské Cervené), Blaufränkisch (Frankovka), Cabernet
Sauvignon, Gewürztraminer, Grauburgunder, Irsay Oliver, Müller-Thurgau, Muskat
Ottonel, Riesling (Rizling Rýnsky), Sauvignon Blanc, St. Laurent (Vavrinecke),
Traminer, Veltliner (Veltlinské Zelené), Weißburgunder (Rulandské Bilé) und
Welschriesling (Rizling Vlasský). Es werden auch ungarische Sorten wie Ezerjó,
Furmint, Hárslevelü und Leányka kultiviert. Zu zwei Dritteln werden Weißweine
und zu einem Drittel Rotweine produziert. Zum größten Teil erfolgt dies durch
die großen staatlichen Betriebe Nitra, Raca (bei Bratislava) und Petrinok. In
Modra gibt es ebenfalls eine Abfüllanlage und eine Weinbau-Fachschule. Im
Aufstieg begriffene, unabhängige Kellereien bzw. Weingüter sind Gbelce, Hlohovec,
Hurbanovo, Matysák, Pavelka, Topolcany und Trnava. Es gibt die drei
Qualitäts-Kategorien Markenweine (zumeist Verschnitte), Sortenweine mit den
Güteklassen Ia, Ib, II und III und Archivweine (mehrere Jahre flaschengereift,
mit Jahrgangsangabe).
 
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