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Kanton
Wallis. Kantons-Hauptstadt: Sitten (Sion), Einwohner: rund 275'000. Fläche
5225km2.
Wer Wallis sagt denkt an Berge, Wandern, Skifahren, Sonne, Wein und vieles mehr. Hier sind weltbekannte Urlaubs-Destinationen, wie Zermatt, Verbier, Saas Fee und Leukerbad zu Hause. Das "Wein-Wallis" besteht aus zahlreichen Terroirs mit einer Palette von Geschmacks-Eindrücken, die von den Lindenblüten des Fendant, über die frischen Nüsse der Amigne, die grünen Äpfel des Chardonnay, die Kamille der Malvoisie, die Gewürznoten der Syrah, die Waldbeeren der Humagne rouge und die salzigen Noten der Petite Arvine bis zu den Honigtönen der Ermitage reichen. Das Wallis schliesst die Berner Alpen im Norden und die Walliser Alpen im Süden
ein und umfasst viele der höchsten Bergspitzen in der Schweiz, u. a. auch das
weltberühmte
Zwei Drittel der Bevölkerung leben in der französischsprachigen westlichen Hälfte des Kantons, das verbleibende Drittel beschränkt sich auf die deutschsprachige Osthälfte. Der Kanton Valais/Wallis trat der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Jahr 1815 bei. Mehr über die Geschichte des Kantons Wallis erfahren Sie hier.... Mehr über Urlaub und Unterkünfte im Wallis erfahren Sie hier...
Der Grosse St. Bernhard
Der
Weinbau-Kanton Wallis
Der höchste Weinberg auf Europas Festland Einige liegen sogar erheblich höher als üblich, jene 40 ha Rebfläche von Visperterminen (Bild rechts) im Oberwallis sogar in 1.100 Meter. Hier wird aus der Rebsorte Savagnin auf rund 12 ha der Weisswein Heida produziert. Er verströmt ein köstliches Nuss- und Haselnussaroma und wirkt im Gaumen frisch und sämig, sehr lebhaft und ausserordentlich nachhaltig. Visperterminen liegt am Eingang des Saastals und grenzt im Norden an Visp, im Süden an Eisten, im Osten an Simplon und im Westen an Zeneggen. Die Rebflächen sind mit 25 ha weissen (Heida/Savagnin, Chasselas, Johannisberg, Riesling-Sylvaner) und 15 ha roten Sorten (Pinot noir, Humagne rouge, Syrah) bestückt. Der Weinbau in Visperterminen kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Aufgrund archäologischer Funde kann belegt werden, dass bereits die Kelten den Weinbau in Visperterminen betrieben haben. Es ist übrigens Tradition in Visperterminen, dass die Gemeinderäte dreimal im Jahr Wein des gemeinde-eigenen 5ha grossen Weingutes ausschenken. Dazu erhält jedermann ein halbes Pfund Brot. Die Gäste bringen das notwendige Glas, etwas Wurst und Käse mit. Der Kurverein ist sehr aktiv und organisiert Wanderungen kombiniert mit Weindegustationen. Mehr darüber erfahren Sie bei der Gemeinde Visperterminen. Neuerdings sollen auf der Insel Zypern Weinberge bis zu einer Höhe von 1'500 m.ü.M. angebaut worden sein. 1979 entschloss man sich dort eine gemeinsame Kellerei zu Gründen. Seither werden in der St. Jodernkellerei Visperterminen die Weine aus dem höchsten Weinberg Europas vinifiziert. Hier die Anschriften und Links dazu:
Die wichtigsten Weinbau-Orte des Wallis Der Grossteil der Rebgärten des Kantons Wallis liegt am rechten Rhône-Ufer von Martigny bis Leuk. Kleinere Flächen sind zwischen Genfer See und dem Rhône-Knie bei Martigny. Insgesamt gibt es 69 Rebbaugemeinden im Kanton (46 im Unterwallis und 23 im Oberwallis). Die wichtigsten Weinbauorte sind Ardon, Chamoson, Conthey, Fully, Leuk, Leytron, Martigny, Muraz, Ort, Sierre/Siders, Sion/Sitten, St. Pierre-de-Clages, Vétroz und Visp. Die mit hohen Mauern begrenzten Weingärten sind zumeist terrassiert, ein Teil davon als so genannte "Tablars", das sind horizontal in den Hang geschnittene Rebflächen. Es gibt Kalk-, Gneis-, Schiefer- und Schwemmland-Böden.
Domaine du Mont d'Or Als
Spitzenlage gilt die 20 Hektar grosse Domaine du Mont d'Or bei Sion. Der
wichtigste Weisswein dieser Domaine ist der Fendant "La Perle du Valais".
Bekannt ist auch der Dôle
Das Weingut am Fusse des Mont d'Orge wurde im Jahre 1848 von François-Eugène Masson gegründet. In mühseliger Arbeit mussten 220 Terrassen angelegt und mit Trocken-Mauern in einer Länge von 15 Kilometern gestützt werden. Die Rebberge liegen in 495 bis 660 Meter Seehöhe mit durchschnittlich 50 bis 55% und einige sogar mit 75% Hanglage. Sie müssen künstlich bewässert werden. «Mont d'Orge» heisst Gerstenberg, doch von einstigem Getreidebau findet sich keine Spur mehr: Der ganze Südhang ist dicht an dicht mit Weinstöcken bepflanzt. Und weil hier nicht Gersten-, sondern Rebensaft produziert wird, nennen die Winzer am Mont d'Orge ihr Erzeugnis werbewirksam «Mont d'Or».
Öffnungszeiten:
Der Vacherin Mont d'Or Aus der
Westschweiz - aber dem Kanton Waadt in der Nachbarschaft des Wallis - stammt
Es gibt
übrigens die
Legende, dass ein Soldat auf dem Rückzug der Bourbaki-Armee im
Jahr 1871 das Vacherin-Rezept nach Les Charbonnières
brachte. Um
sich einen Weg durch die tief verschneiten Jurawälder zu bahnen, trieben die
französischen Soldaten eine Kuhherde vor sich hin. Allen voran ein Kuhirte
namens Roguin, der ein kostbares Geheimnis hütete: das Rezept für die
Herstellung des Vacherin Mont-d'Or!
Roguin liess sich in der Gegend nieder, zeugte viele Kinder und gab sein
Geheimnis ringsum preis.
Eine nette, aber nicht
ganz wahre Geschichte...
Rund 23.000 Winzer, von denen unter 20% als Vollzeitwinzer tätig sind, produzieren ca. 40% des Schweizer Weins. Auf den rund 119'000 oft sehr kleinen Parzellen wird mehrheitlich Weisswein gewonnen. Das Klima ist von einer intensiven Sonneneinstrahlung mit 300 Sonnentagen im Jahr und Föhnwinden geprägt, was ausgezeichnete Reifebedingungen schafft. Es gibt relativ wenig Regen (circa 600 mm), sodass künstliche Bewässerungen üblich sind, teilweise noch mit den traditionellen, kilometerlangen "Holzkännel" (Bisses). Die Walliser Weingärten zeichnen sich durch 59 verschiedene Rebsorten aus (26 rote und 33 weisse). Die 4 Hauptsorten sind der Chasselas (Fendant) (31%), der Pinot noir (35%), der Gamay (18%) und der Rhin (4%) und sie beherrschen 88% der kantonalen Rebfläche (5’236 ha).
Traditionell für die Schweiz, werden die Weissweine immer noch mehrheitlich einer malolaktischen Gärung unterzogen. Der Vorgang wird auch als biologischer Säureabbau (BSA), bakterieller Apfelsäure-Abbau oder Apfel-Milchsäure-Gärung bezeichnet.
Zukunftsorientierte Produktion Die Schweiz ist praktisch das einzige Rebland der Welt, das den Chasselas (Fendant) vinifiziert. Er muss jedoch in Lagen angepflanzt werden, wo er seine Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt hat. Man will auch eine AOC „Valais Terroir" schaffen, wie es im Rapport der Arbeitsgruppe Walliser Reb- und Weinwirtschaft 2006 beschrieben ist. Eine Kommission erarbeitete mit den Weinbaugemeinden abgegrenzte Rebbausektoren von homogener Natur. Mit einem kantonalem Beschluss über das Rebsortenverzeichnis und Unterlagen sollen die bestangepassten Rebsorten in Berücksichtigung der lokalen Gegebenheiten angepflanzt werden. Man will den bestmöglichen Wein produzieren. Die erste Etappe erlaubte es den Weinbaugemeinden den jeweiligen Stand der Erkenntnisse für jeden Rebbausektor zu bestimmen:
Das Walliser Reb- und Weinmuseum
Das Walliser Reb- und Weinmuseum befindet sich in Salgesch (Aufnahme aus dem
Dorf - Bild rechts) im
Das Museum verfügt über eine Dokumentationsstelle und gestaltet
Wechselausstellungen
Les Coteaux de Sierre, c.p. 2208,
Wein-Spezialitäten des Wallis Diese erleben derzeit einen regen Aufschwung. Zu den Wein-Spezialitäten aus autochthonen, sehr alten Sorten, die es teilweise nur mehr hier gibt, zählen zum Beispiel Amigne, Bernarda (Prié Blanc), Cornalin, Durize, Eyholzer (Hibou), Goron (Rotgurra), Gwäss (Gouais), Heida (Païen), Himbertscha, Humagne (Blanc und Rouge), Lafnetscha (Blanchier) und Planscher. Eine Rarität sind die so genannten 36 Plants, das sind Weine aus mehreren verschiedenen dieser Rebsorten. Aus den Sorten Pinot Gris (hier Malvoisie Valais), Marsanne (hier Ermitage), Petite Arvine und Silvaner (hier Johannisberg oder Gros Rhin) werden weisse, halbtrocken bis süsse Spätlesen (auch Flétri genannt) gekeltert, die einen potentiellen Alkohol-Gehalt bis 20% vol aufweisen können.
Gletscherwein - der "Sherry" des Wallis Oberhalb von Sierre /Siders kommt aus dem Val d´Anniviers (Eifisch-Tal) der Gletscherwein (frz. Vin des Glaciers, Vin du Glacier oder Vieux Plants = Alte Pflanzen). Traditionelle Verschnitt-Methode war früher ca. 90% Rèze mit 10% Humagne Blanc, Ermitage (Marsanne), Petite Arvine und Malvoisie (Pinot Gris). Der Rèze wurde vorgängig im Lärchen- und der Humagne im Arven-Fass ausgebaut, was zusätzliche Geschmackskomponenten erbrachte. Heute wird der Gletscherwein zumeist aus Fendant (Chasselas) produziert und mit Ermitage und Malvoisie ergänzt. Er wird oxidativ meist in Lärchenholz-Fässern 10 bis 15 Jahre lang in einem Solera-Verfahren ausgebaut. Die Fässer verbringen den Winter in Siders und werden nach der Schneeschmelze auf Karren nach Grimentz im Val d'Anniviers hinaufgebracht. Dort oben an schneereichen Hängen, nur noch 3 km vom Gletscher entfernt, liegen riesige natürliche Keller, wo man die Weine in Fässern, die praktisch nie vollständig geleert werden, altern lässt. Die neue Ernte füllt die Verkäufe des Vorjahrs auf und vermischt sich mit Wein aus den letzten 25 - 30 Jahren. In diesen Fässern madeirisiert der Wein zunächst und entwickelt dann den besonderen Terpentin-Geschmack, der für einen Gletscherwein typisch ist. Der helle, lohfarbene Wein gleicht nicht nur im Ausbau dem Sherry. Er hat einen hohen Alkohol-Gehalt, ein dezentes, herbes Bouquet und ist lange haltbar. Grimentz liegt auf 1575 m ü.M. und zählt rund 450 Einwohner. Es offeriert rund 3'700 Betten in Hotels und Ferienwohnungen mit einer grossen Auswahl an Aktivitäten. Ein guter Gletscherwein muss mindestens 25 Jahre alt sein. In Grimentz gibt es fast 60 Keller im alten Dorf, und 100 in der ganzen Gemeinde. Alle besitzen ein Fass des berühmten "Vin des Glaciers".
Provins - das höchstdekorierte Weinhaus der Schweiz Die Weine des Walliser Weinbaugebiets, die auf eine reiche, mehrhundertjährige Tradition zurückblicken können, haben in den vergangenen Jahren auch international jene Anerkennung gefunden, die ihnen gebührt. So erreichte 1998 der Chardonnay "Maître de Chais" von Provins eine Höchstauszeichnung in Burgund, dem Herkunftsland dieser Rebsorte, mit so angesehenen Herkunftsbezeichnungen wie Meursault oder Montrachet. Einige Monate später erhielt die Petite Arvine "Mémoire du temps" eine Goldmedaille einer in Bordeaux zusammengetretenen internationalen Jury. Bei den
acht grossen internationalen Wettbewerben, auf denen nur 4% der
antretenden Weine Medaillen erhalten, erzielte Provins Valais in den letzten
vier Jahren über 30 Goldmedaillen und mehr als 100 Auszeichnungen, was es zum
höchstdekorierten Weinhaus der Schweiz macht.
Mehr über die Weine der Genossenschaft Provins erfahren Sie hier...
NEU: Hier geht es zu den Winzer-Porträts des Kantons Wallis....
International ausgezeichnete Walliser Weine
Die Weinbaugemeinden im Wallis
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