Wein-Regionen
in Australien: 
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Das Nest im Hügel Mudgee ist die Bezeichnung für "Nest
im Hügel" der Aborigines und dieser Eindruck trifft heute
Auch in der Weinregion Mudgee hatten deutsche Winzer die Nase vorn. Festgehalten ist, dass im Jahre 1850 auf dem Craigmoor-Gut der Familie Roth eine damals unbekannte Rebe guten Weisswein ergab. Die Roth's erhielten den Setzling von Colin Laraghy aus Sydney. Ein französischer Experte erkannte sie als Chardonnay-Rebstöcke und man geht heute davon aus, dass so der Weinbau in Mudgee seine ersten Schritte nahm.
Die Weine aus Mudgee Heute wird für Weisswein nebst Chardonnay (333 ha) auch Semillon (90 ha), Sauvignon Blanc (54 ha), Riesling (23 ha), Traminer (13 ha) und Verdelho (15 ha) kultiviert. Bekannt wurde allerdings die Weinregion Mudgee vor allem durch die
Rotweine. Alleine Bei den meisten Betrieben handelt es sich um Boutique-Wineries, die immer wieder für eine Überraschung gut sind. Überzeugt hat der Riesling von Robert Stein. Aber bei einer kleinen Winery genügt es nicht, einfach guten Wein bereitzustellen. Herzblut, Charme und gute Weine offeriert hingegen der aus Holland emigrierte Pieter van Gent. Seine Shiraz und Chardonnay's sind Spitze. Aber auf der ganzen Rundreise durch Australien wurden wir von Hoteliers auf den "White Port" Pieter van Gent's aufmerksam gemacht. Hier konnten wir nicht nein sagen und kauften einige Flaschen davon für unsere Freunde in Europa. Selbstverständlich gibt es auch roten Port und weitere "Fortified" und Dessert-Weine. Wir hatten uns bei Pieter van Gent nicht angemeldet. Es war ein Samstag und er stand mit seiner Frau persönlich zur Verfügung und zeigte uns vorbehaltlos jede Ecke seiner einladenden Winery. Schon das Entrée grenzt sich eigenwillig ab (siehe Bilder unten). Auch Pieter muss den Namen seiner Ports wegen Einsprachen aus Europa ändern, wie sie künftig heissen werden, konnte er uns noch nicht sagen. Hier einige Impressionen aus dem Haus Pieter van Gent in Mudgee:
Gulgong und sein weisses Gold Gulgong ist mit 2.500 Einwohnern die zweitgrösste Stadt des Shires Mudgee und scheint in der Goldgräberzeit (1850 - 1880) stehen geblieben zu sein. Da gibt es beispielsweise ein "Opera House" im "Prince of Wales Hotel". Ein Bau aus den frühen 1870er Jahren und ein Relikt aus der Goldrauschzeit, die Gulgong's Einwohnerzahl kurzzeitig in die Höhe trieb. Gleich gegenüber des früheren Elektrizitätswerks findet man noch eine alte Garage, ein Überbleibsel aus den ersten Tagen des Autobaus. Das "Gulgong Pioneers Museum" ist in der ehemaligen Times Bakery untergebracht und wird in den örtlichen Werbebroschüren als "propably the best known folk museum in New South Wales" angepriesen. Das Henry Lawson Center erinnert an diesen bekannten australischen Schriftsteller. Er verbrachte einige seiner frühen Kindheitsjahre bei Gulgong. Kaolin ist ein feiner, eisenfreier, weisser Ton, der noch unzersetzte Feldspatteilchen enthält und zur Papierherstellung und Porzellanbereitung dient (Porzellanerde, Porzellanton). Es wird hier "The white gold of Gulgong" genannt und kunstvoll verarbeitet in Ceramic-Galleries angeboten. Der tatsächliche Goldrausch startete etwa 20 Jahre nach den ersten Funden in Ophir, Turon River und Hill End, also etwa um 1870. In kurzer Zeit blähte sich die Bevölkerung Gulgongs auf mehr als 10.000 Einwohner auf. Hier einige Strassenbezeichnungen aus dieser Zeit: Eureka, Happy Valley, Coming Event, Star und Gambler's Retreat. Es gab auch ein Shamrock-Theatre, das anno 1872 mit insgesamt 700 Sitzplätzen zum Verkauf angeboten wurde. Innerhalb 5 Jahren schwanden die Gold-Vorkommen und etwa um 1880 war das Spektakel zu Ende. Gulgong wurde zu dem kleinen Nest, das es heute noch ist - aber mit grosser Vergangenheit.
Mehr über das Hunter-Valley erfahren Sie hier...
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