Die Provence -

und ihre Weingebiete

 

 

In der Region mit rund 25.000 Hektar Rebfläche im Südosten Frankreichs an der Côte d´Azur wurden schon im 6. Jahrhundert v. Chr. von den Griechen Reben kultiviert. Der Name stammt von den Römern, die 154 v. Chr. die Provincia Romana gründeten und von hier Wein nach Rom lieferten. Verdiente und aus dem Dienst entlassene Legionäre erhielten hier als Belohnung ein kleines Landgut, das sie unter anderem für den Weinbau nutzten. Im Westen liegt Marseille und im Osten Saint Tropez sowie die Städte Cannes und Nizza. Der Maler Paul Cézanne (1839-1906) verbrachte in der Stadt Aix-en-Provence einen großen Teil seines Lebens. Die Einheimischen erzählen gerne die hübsche Geschichte einer vom lieben Gott eingerichteten Himmelsleiter, um die Lieferung seines Lieblingsweines zu erleichtern. Im 19. Jahrhundert gehörte das Gebiet lange Zeit zu Sardinien. Es sind wie zumeist in Südfrankreich viele Rebsorten zugelassen (unterschiedlich per Appellation): Barbaroux (Barbarossa), Cabernet Sauvignon, Calitor, Carignan, Cinsaut, Clairette, Grenache Blanc, Grenache Noir, Mourvèdre, Rolle, Sémillon, Syrah, Tibouren und Ugni Blanc. Zu zwei Dritteln wird Rosé-Wein erzeugt, der aus den Rebsorten Cabernet Sauvignon, Carignan, Grenache und Syrah gekeltert wird. Weißwein hat nur einen Anteil von etwa 10% und wird vorwiegend aus Clairette, Sauvignon Blanc und Ugni Blanc gewonnen. Die weitaus größte Appellation ist mit rund 15.000 Hektar Rebfläche Côtes de Provence. Weitere bekannte sind Bandol, Bellet, Cassis, Coteaux d´Aix-en-Provence, Coteaux de Pierrevert, Coteaux Varois, Côtes du Lubéron, Les Baux-de-Provence und Palette. Die Provence wird gemeinsam mit dem Languedoc-Roussillon als Midi bezeichnet.