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Die mit rund 1.800 Hektar Rebfläche relativ kleine, französische Weinbauregion bzw. auch Département liegt im Osten Frankreichs zwischen Burgund und der Schweiz. Sie hat eine lange, schon von Plinius dem Älteren (23-79) dokumentierte Wein-Vergangenheit, was auch zahlreiche hier gefundene römische Weinamphoren beweisen. Der Wein aus dieser Ggegend war schon im Mittelalter sehr beliebt und einer seiner Liebhaber König Heinrich IV. (1553-1610). Vor der Reblaus-Katastrophe war mit 20.000 Hektar die Rebfläche etwa zehn mal so groß. Die heutigen Weingärten konzentrieren sich auf einen etwa zehn Kilometer breiten Streifen, beginnend vom Weinzentrum Arbois bis zur Hauptstadt Lons-le-Saunier. In der Stadt Dôle wurde Louis Pasteur (1822-1895) geboren und in Arbois führte er seine bahnbrechenden Untersuchungen bezüglich Oxidation und Gärung durch. Das raue Klima mit kalten Wintern und heißen Sommern ist vom namensgebenden Jura-Kalksteingebirge geprägt. Es gibt einige autochthone Rebsorten, am bekanntesten ist sicher die weiße Savagnin (auch Naturé genannt), die 15% der Rebfläche bedeckt und aus der die Spezialität Vin Jaune gekeltert wird. Eine zweite ist die rote Poulsard (Ploussard), die mit Trousseau zu Rotweinen verschnitten wird. Weitere Besonderheiten der Region sind der Strohwein Vin de paille und der Aperitiv Macvin aus angegorenem Traubensaft und Marc (Trester-Branntwein). Die Schaumweine werden aus Blanc-de-Noirs-Weinen (Pinot Noir) und Blanc-de-Blancs-Weinen (Chardonnay) verschnitten. Die wichtigsten Appellationen sind Arbois (erhielt im Jahre 1936 als erster französischer Bereich die AC-Anerkennung), Château-Chalon (ausschließlich für Vin Jaune), Côtes du Jura, Crémant du Jura, L´Etoile und Macvin du Jura.
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