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Arabische Republik Aegypten. Hauptstadt: Kairo.
Fläche: 997'739 km2. Einwohner: 70 Mio. Weniger als zehn Prozent der Fläche Ägyptens sind besiedelt, die Bevölkerung und die wirtschaftlichen Aktivitäten konzentrieren sich auf die Stromoase des Nil. Über 90 Prozent des Landes werden von Wüste bedeckt. Sowohl geographisch als auch historisch wird das Niltal in zwei Regionen geteilt: Unterägypten und Oberägypten, wobei ersteres das Nildelta und letzteres das Tal südlich von Kairo umfasst. Der 6 670 km lange Nil überquert bei Wadi Halfa im Sudan die Grenze zu Ägypten. Hier beginnt auch der rund 550 km lange Nassersee, der durch den Assuan-Hochdamm abgeschlossen wird. Die extremen Temperaturen der Monate Mai bis
September werden in den Wintermonaten durch die vorherrschenden Nordwinde
gemäßigt. In der Küstenregion bewegen sich die Temperaturen zwischen einem
mittleren Maximum von 37 °C und einem mittleren Minimum von 14 °C. In den Wüsten
gibt es große Temperaturschwankungen, die sich zwischen einem mittleren
jährlichen Maximum von 46 °C tagsüber und einem mittleren jährlichen Minimum von
6 °C nach Sonnenuntergang bewegen. Im Winter fallen die Wüstentemperaturen oft
auf 0 °C. Der Weinbau in Ägypten ist bereits mehrere tausend
Jahre alt, was in einigen Pyramiden durch Darstellungen über Weinherstellung
belegt wird. Pharao Djoser (2.800 v. Chr.) ließ sich unter der Stufenpyramide
von Sakkara einen Weinkeller anlegen und im Grab von Tut-Anch-Amun (um 1350 v.
Chr.) wurde ein Weinkrug mit folgender Inschrift gefunden: Jahr 5, Wein vom Gut
des Tut-Anch-Amun vom westlichen Fluss. Vorsteher der Weinbauern C.H.A. Zur Zeit
des Römischen Reiches wurden erhebliche Mengen nach Rom exportiert (siehe auch
unter antike Weine und Bibel). Heute gedeihen auf 57.000 Hektar Rebfläche (das
ist mehr als zum Beispiel in Österreich) vor allem Tafeltrauben. Die jährliche
Weinerzeugung - hauptsächlich aus der Sorte Muscat d´Alexandrie - umfasst nur
rund 27.000 Hektoliter, da die Moslems ja an das Wein-Verbot gebunden sind. Das
heiße und trockene Klima macht künstliche Bewässerung unumgänglich.
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