Zitronen  

 

 

 

Urmutter aller Zitrusfrüchte ist die dickschalige Zedrat-Zitrone, Lieferantin des Zitronats.
Von ihr stammt auch unsere Saftzitrone ab.Aus Südostasien kam sie von ca. 1000 Jahren in den
Mittelmeerraum. Seit der Römerzeit ist die Zitrone als Würz - und Erfrischungsfrucht begehrt. Und schon damals schätzte die Heilmedizin ihren medizinischen Wert, obgleich ihre wahre Grösse als Vitamin-C-Quelle erst in unserer Zeit bekannt wurde.

100 g Zitrone enthalten 34 mg des Infekt-Abwehr-Vitamins.

Die Versorgung mit frischen Zitronen während des ganzen Jahres verdanken wir hauptsächlich dem Feminello Zitronenbaum. Er liefert zwischen September und Mai aus seiner ersten Blüte die noch grauen PRIMOFIORI und gelben LIMONI. Zwischendurch wir der Baum zur einer zweiten Blüte angeregt. Die Früchte dieser Bemühungen werden dann als VERDELLI geernet und kommen von Juni bis September auf unseren Markt.

Gehandelt werden Zitronen nach Kaliber (Größe) und Kategorie (Güteklasse). Wobei Kategorie II nicht unbedingt minderwertige Ware bedeuten muß. Da auf Grund der EG-Bestimmungen ohnehin nur vollwertige Ware eingeführt wrd, sollte man sein Augenmerk beim Einkauf mehr der Frage zuwenden, ob die Zitronenschalen naturbelassen sind oder, um die Haltbarkeit der Früchte zu erhöhen, chemisch behandelt wurden.

Anwendung

Zitronen leisten nicht nur als Fruchtsaft, im Eistee oder im Cocktail hervorragende Dienste, sondern auch beim Abschmecken von Speisen. Ein paar Tropfen am besten frisch gepressten Safts oder etwas abgeriebene Schale unbehandelter Früchte (ohne das bittere Weisse!) würzen sowohl Salziges wie Süsses. Glatte dünnschalige Früchte sind dabei saftiger als Zitronen mit dicker Schale.

Wer die Zitronenwürze noch eine Spur aromatischer haben möchte, sollte auch einmal zur etwas teureren Limone (Limette, bekannt aus dem Kultdrink Caipirinha) greifen. Neben der hocharomatischen Säure bringt diese gelblich-grüne, etwas kleinere Zitrusfrucht vorwiegend aus Südamerika zusätzlich einen Hauch erfrischender Exotik ins Gericht. Der Versuch lohnt sich!



Beim Einkauf beachten:

Alle Zitrusfrüchte sollten sich schwer, d.h. saftreich anfühlen. Zitrone und Limetten sollten eine gleichmässige Färbung und keine krumpeligen Schale vorweisen.

Laut Gesetz müssen gespritzte Zitronen als solche ausgezeichnet sein. Denn mit Thiabendazol (TBZ) oder anderen Chemikalien behandelte Schalen sollten stets in den Mülleimer wandern. Ungespritzte Schalen können Sie unbedenklich verwenden. Doch waschen Sie sie gründlich in warmen Wasser. Am besten ist: Abbürsten!

Mengen:

Zitrone: 1 mittelgroße Frucht ergibt 3-4 EL Saft.
Limette: 2-3 EL Saft