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Klassische Bestandteile des Suppengrüns
Als Suppengrün bezeichnet man eine bestimmte Kombination von Würzgemüsen, die
vornehmlich zum Aromatisieren von Suppen und Saucen gedacht ist. Das Suppengrün
wird in ganz Europa verwendet, seine Zusammensetzung ist jedoch regional
unterschiedlich. In Norddeutschland gehören Karotten, ein Stück Sellerie,
ersatzweise Selleriegrün, Lauch und Petersilienwurzel dazu. In Süddeutschland
kommt zur Petersilienwurzel noch ein Sträußchen Petersilie dazu, häufig ist nur
die Petersilie dabei. In Frankreich gehören zum Suppengrün Sellerie, Karotten,
Zwiebeln und manchmal auch ein Zweig Thymian.
Petersilie
Die Petersilie ist eines der beliebtesten konventionellen Küchenkräuter der
Gegenwart.
Man unterscheidet zwischen der Blatt- und Wurzelpetersilie, die wiederum in die
glattblättrige und krausblättrige unterteilt wird. Die Wurzelpetersilie besitzt
ein glattes Blatt und hat die stärkere Würzkraft, welkt aber leider recht
schnell. Auch die Wurzel kann mitverwendet werden. Die krause Petersilie kennen
wir alle hauptsächlich vom Garnieren. Den würzigen Geschmack verdankt die
Petersilie dem ätherischen Öl "Apiol".
Lauch
Von allen Mitgliedern der Zwiebelfamilie besitzt der Lauch bei weitem das
feinste und eleganteste "typische Alliumaroma" (ätherisches Öl), drängt sich
jedoch geschmacklich nie in den Vordergrund. Deshalb passt er auch prima ins
Suppengrün. Man unterscheidet bei der zweijährigen Porréepflanze Sommer-,
Herbst- und Winterlauch, die in Schaftlänge und Festigkeit differieren. Für das
Suppengrün wird vom Porrée ein Stück abgeschnitten, meist vom "besseren"
Schaftende.
Sellerie und Karotte
Dem Sellerie wird ähnlich wie der Petersilie, aphrodisierende Wirkung
zugesprochen. Im Suppengrün befindet sich immer ein Stück Knollensellerie. Die
kugeligen, mit Nebenwurzeln ausgestatteten unscheinbaren Knollen haben einen
ausgeprägt würzigen Geschmack. Das Fleisch ist weißlich mit fester Struktur. Da
die heutigen Sorten nicht so schnell oxidieren, wird ein aufgeschnittenes Stück
Sellerie nicht so schnell braun.
Die Möhre ist ein Wurzelgemüse, dem es in unserer manchmal doch rauhen
Wetterlage gut gefällt. Möhren werden das ganze Jahr über angebaut und sie sind
in Kühlhäusern recht lange lagerfähig.
Gesundheit
Beim Suppengrün fängt der gesundheitliche Aspekt sicherlich schon beim Einkauf
an, denn es sollte frisch zusammengestellt sein und nicht lange am Gemüsestand
herumliegen. Suppengrün sollte nur kurz gelagert werden, da Licht und Sauerstoff
sich negativ auf die Vitalstoffe des Gemüses auswirken. Deshalb auch auf kurze
Garzeiten achten.
Die Petersilie ist reich an Vitamin C und enthält viel Kalzium. Sellerie enthält
ätherische Öle, die sogenannten Terpene, die in unseren Schleimhäuten (Mund,
Rachen, Magen) und im Darm antibakteriell und pilztötend wirken.
Der frische Saft aus den Selleriewurzeln wirkt stark wassertreibend (viele
Mineralien und Spurenelemente), so dass man Suppengrün auch prima zum Gemüsesaft
verwenden kann. Die schwefelhaltigen Aromastoffe im Lauch, die Sulfide, wirken
antibakteriell und pilztötend wie die Terpene im Sellerie. Die Sulfide beugen
der Thrombenbildung vor und verhindern Entzündungsprozesse.
Lauch hat auch jede Menge Spurenelemente wie Zink (für das Bindegewebe und die
Hormonproduktion) und Selen (für die Immunabwehr).
Karotten halten den Vitamin-A-Weltrekord. Wer viel Karotten isst, stärkt sein
Immunsystem gegen alle möglichen Schadstoffe.
Zubereitung
Immer frisches Suppengrün benutzen. Eventuelle Faulstellen rigoros abschneiden.
Das Suppengrün gut putzen und unter fließendem Wasser säubern. Lauchstangen dazu
am besten längs aufschlitzen, weil zwischen den einzelnen Blatthüllen oft Sand
sitzt. Man kann das Suppengrün in Julienne, in winzigdünne Stifte schneiden oder
in Würfel. Für Gerichte mit kurzer Garzeit (Fischgerichte), das Suppengrün
vorher kurz andünsten, das macht seinen Geschmack intensiver. Nimmt man das
Suppengrün nur als Würze, dann kommt das Suppengrün gleich von Anfang an in den
Topf (gekochtes Rindfleisch, klare Suppenbrühen).
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