Rote
Beete oder Rahne/Rande 
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Herkunft Obwohl die Rote Bete so ein typisches Wintergemüse ist und bei uns in sehr vielen Gärten angepflanzt wird, stammt sie jedoch ursprünglich nicht aus der deutschen Sprachregion. Die Heimat der Roten Bete liegt an den Küsten des Mittelmeeres, wahrscheinlich in Nordafrika; von dort fand eine schnelle Verbreitung in ganz Mitteleuropa statt. Nach alten Überlieferungen wurden der Roten Bete schon in der antiken Medizin (durch Hippokrates, ca. 400 v.Chr.) Heilwirkungen zugeschrieben. So wurde eingesäuerte Rote Bete bei Hautentzündungen und Infektionskrankheiten verordnet. Damals waren es wohl noch dünne Wurzeln und erst seit dem 19.Jahrhundert kennen wir die heutige Kulturform der dicken fleischigen und rundlichen Wurzelknollen. Heute werden sie in allen Ländern mit gemäßigtem Klima angebaut. Bei uns findet der Anbau im Sommer statt und ab Oktober erfolgt dann die Erntezeit bis hin zum ersten Frost. Sie überwintern in kühlen Lagerräumen und werden den ganzen Winter angeboten. (Rote Bete, die im Frühjahr erhältlich ist, wird unter Glas oder Folie gezogen).
Die unter der Erde wachsenden Wurzelknollen können verschiedene Formen aufweisen, von plattrund über kugelig und birnenförmig. Das Gewicht der Knollen beträgt zwischen 100 g und 600 g. Die Rote Bete hat eine dünne Schale und innenliegend ein purpurrotes Fleisch. Sie ist sehr saftig und hat einen feinen aromatischen Eigengeschmack. Neben den bekannten roten Knollen gibt es aber auch gelbe und weiße Sorten, die gerne für Feinkostsalate verwendet werden.
Aufgrund des roten Farbstoffes hielt man den Saft lange Zeit für blutbildend. Heute weiß man, dass der hohe Gehalt an Folsäure dafür mit entscheidend ist. Mit einer Portion von 200 g Rote Bete können schon 50 % des täglichen Folsäurebedarfs gedeckt werden. Und Folsäure ist ein wichtiges Vitamin wenn es um die Bildung der roten Blutzellen geht. Zusätzlich enthält sie noch sekundäre Pflanzenstoffe wie Saponine und Flavonoide, die krebsvorbeugende und insbesondere immunstimulierende Wirkungen haben. Erwähnen muss man allerdings auch die kleinen Nachteile der Roten Bete. Rote Bete enthält viel Oxalsäure. Menschen, die zur Bildung von Nierensteinen neigen, sollten Rote Bete nur selten verzehren (Calcium-Oxalat-Steine). Ausserdem zählt die Rote Bete zu den nitratreichen Gemüsesorten. Nitrat ist ein wichtiger Nährstoff für die Pflanze. Allerdings kann bei unsachgemäßer Aufbewahrung und Zubereitung (z.B. langes Warmhalten oder Wiedererwärmen) aus Nitrat Nitrit gebildet werden, das insbesondere für Kleinkinder kritisch ist. Deshalb nicht zu häufig nitratreiches Gemüse essen (Rettich, Kopfsalat, Sellerie, Zucchini). Mein Tipp: Rote Bete am besten abends ernten, die Lichteinstrahlung am Tag fördert den Nitratabbau. Und die Rote Bete immer mit Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln (Äpfeln, Orangen) zubereiten oder nach der Mahlzeit Obst essen oder einen Orangensaft trinken, denn Vitamin C hemmt die Bildung von Nitrit aus dem Nitrat.
Die Knollen halten sich (in Papier eingewickelt) im Gemüsefach des Kühlschrankes noch bis zu 4 Wochen frisch. Dazu müssen allerdings, falls noch vorhanden, die langen Blätter entfernt werden. Die Blätter aber bitte nur abdrehen und nicht abschneiden, sonst blutet die Rote Bete aus. Bei 3 Grad kann die Rote Bete ca. 6 Monate gelagert werden. Länger haltbar wird die Rote Bete gekocht und sauer eingelegt. Rote Bete eignet sich auch sehr gut zum Tiefgefrieren. Die Knollen werden hierfür ca. 20 Minuten gedünstet, danach geschält und zerkleinert und sind dann tiefgefroren etwa 10-12 Monate haltbar. Reste von gekochter Roter Bete sollten sofort kühl und luftdicht verpackt aufbewahrt werden und sollten bis spätestens am nächsten Tag verbraucht werden.
Geschält kann die gekochte Rote Beete dann
sehr vielseitig als Salat oder als Gemüsebeilage zu Fleisch und Fisch verzehrt
werden. (Gekocht für Borschtsch: Rote Rüben Suppe aus Russland, eingelegt zu
Ochsenbrust, Tafelspitz, Königsberger Klopse, Rinderbraten, ...). |