Pausenbrote etc. für Kinder  

 

 

Die wichtigsten Nährstoffe

Nach der langen Nachtruhe sollte etwa ein Drittel des gesamten Tages-Energiebedarfs mit dem ersten Frühstück und dem Pausenfrühstück abgedeckt werden.

Die Verteilung der Lebensmittel sollte dem Appetit und dem Bedarf des Kindes angepasst werden. Auch die Wünsche des Kindes sollten bei der Zusammenstellung des Pausenfrühstücks beachtet werden. Sehr wichtig sind die Kohlenhydrate, die Kraftstoffe in den Lebensmitteln, die für unser Gehirn, also die geistige Leistungsfähigkeit sowie für die Muskeln und somit die körperliche Betätigung notwendig sind. Wertvolle Kohlenhydrate sind in verschiedenen Brotsorten enthalten, insbesondere im sehr nährstoffreichen Vollkornbrot oder im Knäckebrot. Auch Müsli ist ein wichtiger Kohlenhydratlieferant.

Auch das Protein, das zum Aufbau der Zellen wichtig ist, darf nicht fehlen. Geeignete Proteinlieferanten sind fettarmer Käse und Wurst, Quark, Ei, Milch oder Joghurt. Milchprodukte sind auch hervorragende Lieferanten für Kalzium (Knochenaufbau). Der notwendige Nährstoff Fett (mit den wichtigen Fettsäuren) wird durch den tierischen Brotbelag schon versteckt mitgeliefert. Daher das Streichfett, Butter oder Margarine nur sehr sparsam auf das Brot schmieren.

Und nicht nur wegen der leuchtenden Farben und der Frische, sondern auch aufgrund des Ballaststoffgehaltes und des hohen Vitamin- und Mineralstoffgehaltes dürfen Obst und Gemüse, also Rohkost, beim Pausenfrühstück nicht fehlen. Ballaststoffe sind sehr wichtig für die Sättigung und eine gute Verdauung. Und die Vitamine und Mineralstoffe erfüllen im Körper sehr wichtige Aufgaben, indem sie zum Beispiel unsere Abwehrkräfte stärken oder bei der Muskelkontraktion unterstützend wirken.


Was passiert bei den Kindern, die kein Pausenfrühstück essen?

Schulkinder, die nicht ausreichend gefrühstückt haben und zudem kein Pausenfrühstück mitnehmen, werden insbesondere in den letzten Schulstunden durch den Hunger vom Unterricht abgelenkt. Wenn Energie und Nährstoffe fehlen, werden sie schläfrig und können sich nicht richtig konzentrieren. Und nach der Schule kommen sie heim, sind quengelig und haben einen solchen Heißhunger, dass das Mittagessen oft viel zu schnell gegessen wird. Die Aufklärungsarbeit in den Schulen zahlt sich aber schon aus, denn ca. 90 % aller Schulkinder nehmen ein Pausenfrühstück in die Schule mit.


Zubereitung von Pausenbroten

Schmackhaft werden die Brote durch eine abwechslungsreiche Auswahl, mundgerechte Portionen oder auch das Schneiden in lustige Formen. Damit die Brote auch gegessen werden und nicht wieder nach Hause mitgebracht werden, ist es auch sehr wichtig, die Wünsche der Kinder zu berücksichtigen.

Geeignete Pausenbrote sind Vollkornbrot oder Vollkornbrötchen dünn bestrichen mit Butter, Margarine oder Frischkäse und belegt mit magerem Schinken, fettarmer Wurst, Käse oder vegetarischem Brotaufstrich. Für Kinder, die lieber ein süßes Pausenbrot mitnehmen, empfehle ich mal ein Brötchen mit Frischkäse und Bananen.

Frisches Obst und Gemüse nach Saison wie Apfel- oder Birnenschnitze, Weintrauben, Zwetschgen, Melonenstücke sowie Gurken, Tomaten, Paprika, Karotten oder Radieschen sind auch sehr beliebt, wenn sie mundgerecht geschnitten werden.

Ein Joghurt, eine Quarkspeise mit kleingeschnittenem Obst, ein kleines Müsli oder auch ein Milchgetränk ergänzen das Schulbrot und erfrischen in den Pausen.


Süsse Brotaufstriche

Wenn man nicht auch schon morgens ein süßes Brot zum Frühstück gegessen hat, könnte es ab und zu auch mal ein Brot mit Marmelade, Honig oder Nuss-Nougat-Crème sein. Etwas aufwerten kann man das süße Brot, indem man Vollkornbrot verwendet und noch ein Stück Obst mitgibt. Weniger empfehlenswert sind allerdings alle süßen Riegel, Schnitten oder ähnliche süße Pausensnacks. Sie sind zwar klein und handlich und für unterwegs sehr praktisch, doch sie enthalten einfach zu viel an Fett und Zucker und zählen zu den Süßigkeiten und nicht zum täglichen Pausenbrot.