Mirabellen  

 

 

Herkunft

Die Mirabellen werden seit dem 15. Jahrhundert in Frankreich angebaut. Die bekannteste Mirabellensorte ist die Nancy-Mirabelle - benannt nach der Stadt in Lothringen. Dort gibt es auch heute noch einen umfangreichen Mirabellenanbau. Mitte des 18. Jahrhundert fasste die Mirabelle auch in Deutschland Fuß und ist inzwischen auch in Österreich und der Schweiz weit verbreitet.


Sorten

Mirabellen gehören zur großen Gruppe der Pflaumenarten und damit zu den Rosengewächsen. Weltweit zählt man heute mehr als 2000 verschiedene Pflaumensorten, die sich aber in ihren Eigenschaften wie Größe, Farbe (gelb, rot bis blau-violett), Form (rundlich bis oval), Steinlösbarkeit, Konsistenz, Saftgehalt, Aroma und Reifezeit stark voneinander unterscheiden.

Die Mirabellen sind die kleinsten unter den Pflaumen und wiegen pro Stück nur etwa 10 g. Sie sind kugelrund und orangegelb, an der Sonnenseite auch rot punktiert. Das feste Fleisch ist goldgelb bis dunkelgelb, nur mäßig saftig und der Stein löst sich recht gut. Optimal ausgereift schmecken sie sehr süß und feinwürzig.


Inhaltsstoffe

In den Inhaltsstoffen ähneln die Mirabellen den Zwetschgen. Die Mirabellen sind jedoch reicher an Kalium und haben einen deutlich höheren Gehalt an Fruchtzucker und sind somit auch etwas kalorienreicher (67 kcal/100 g). Sie haben wenig Säure, ein breites Spektrum an B-Vitaminen und Vitamin C. Durch den hohen Kaliumgehalt wirken die Mirabellen entwässernd und aufgrund des hohen Pektingehaltes wird die Verdauung - wie bei allen Pflaumenarten - angeregt.

 
Einkauf und Lagerung

Die Früchte sollten eine frische Farbe haben und angenehm duften. Zu weiche Früchte, die Druckstellen und Flecken aufweisen oder noch unreife, mit wenig Farbe, würde ich liegen lassen. Da die Früchte sehr empfindlich sind, sollten sie auch im Einkaufskorb ganz oben liegen.

Mirabellen sind leicht verderblich. Sie müssen kühl und bei hoher Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Im Kühlschrank können sie, in Folienbeutel eingewickelt, ca. 2-3 Tage aufbewahrt werden. Länger haltbar werden die Mirabellen durch das Einkochen. Dafür werden ausgesuchte rohe Früchte in Gläser gefüllt und mit einer Zuckerlösung (ca. 40 %) überdeckt. Die Gläser kommen verschlossen in das Wasserbad des Einkochkessels und erhitzen je nach Größe der Gläser 30-45 Minuten lang bei der gewünschten Temperatur (ca. 85 Grad).

Auch das Tiefgefrieren stellt eine weitere Möglichkeit der Konservierung dar. Mirabellen können mit oder ohne Stein tiefgefroren werden und sind dann ca. 10-12 Monate lagerfähig.

Tipp: Wenn man die tiefgefrorenen Mirabellen später für den Kuchen verwenden möchte: Entsteinte Mirabellen ausgebreitet nebeneinander in einen Beutel legen, dann können die Mirabellen gefroren auf den Kuchen gelegt und dann gebacken werden und der Kuchen wird nicht zu matschig.

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