Mittelmeer-Küche  

 

 

Was versteht man unter mediterraner Ernährung?

Rund um das Mittelmeer liegen 18 Länder, die viele Gemeinsamkeiten in ihrer täglichen Ernährung haben. Es sind typische Lebensmittel und deren häufige oder maßvolle tägliche Verwendung, die den Unterschied zu unserer Ernährung ausmachen, und die relativ gute Gesundheit dieser Völker erklären.

Frisches Obst und Gemüse, sowie viele frische Kräuter stehen täglich auf dem Speiseplan, dazu gibt es Hülsenfrüchte (z.B. dicke Bohnen oder Kichererbsen) oder Fisch, angerichtet und gekocht mit Olivenöl. Fleisch gibt es wenig, doch das Glas Wein zum Essen darf nicht fehlen.

Natürlich gibt es von Land zu Land Unterschiede in der Zusammensetzung dieser Hauptpfeiler der Ernährung: Die Griechen z.B. verzehren das meiste Olivenöl und die meisten Früchte, wogegen die Spanier beim Fisch vorne liegen.


Gesundheit

Die mediterrane Ernährung wird als eine sehr gesunde Ernährungsweise empfohlen. Ganz allgemein kann man sagen, dass die Menschen rund ums Mittelmeer ziemlich gesund sind und eine recht hohe Lebenserwartung haben.

Die Insel Kreta nimmt dabei eine herausragende Stellung ein. Die typischen Zivilisationskrankheiten wie Herz- und Kreislauferkrankungen oder Krebs treten dort seltener auf als bei uns. Die Menschen sind auch weniger übergewichtig. Es wurden in den letzten Jahren mehrere Studien mit Risikopatienten (hohe LDL-Cholesterinwerte und hoher Blutdruck) durchgeführt, indem man z.B. in Finnland dieser betroffenen Gruppe zwei Jahre lang "mediterrane Kost" verabreichte. Das Ergebnis war erstaunlich positiv, denn sowohl Blutdruck, als auch Cholesterinwerte verbesserten sich merklich .


"Mediterran genießen auf gut Deutsch"

Das heißt, die Vielfalt pflanzlicher Lebensmittel, die unsere heimische Produktion bietet, sollte vermehrt genutzt werden, eigentlich das ganze Jahr über. Also frische, der Saison entsprechende heimische Produkte. Diese liefern die wichtigen Inhaltsstoffe, die für unsere Gesundheit wichtig sind, denn in einem frischen Wirsinggemüse stecken mehr Vitamine und Schutzstoffe, als in den Tomaten, die nach langem Transportweg auf unserem Teller landen.

Wir sollten die positiven Komponenten dieser Ernährungsweise in unseren täglichen Ernährungsplan aufnehmen und die heimischen Produkte einsetzen.


Die gesundheitliche Wirkung von Olivenöl

Olivenöl besteht zu drei Vierteln aus einfach ungesättigten Fettsäuren (vor allem Ölsäure), einem geringen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren(12%), und es enthält kaum gesättigte Fettsäuren, die effektiv nicht gesund sind.

Inzwischen ist wissenschaftlich belegt, dass die einfach ungesättigten Fettsäuren nur das schädliche LDL-Cholesterin senken, welches in oxidierter Form, degenerativ auf die Innenschicht der Arterien wirkt und dadurch Arteriosklerose erzeugt.

Die »guten« HDL-Substanzen werden jedoch nicht gesenkt. Unser heimisches Rapsöl kommt der Olivenölzusammensetzung sehr nahe, kann also auch in der Küche verwendet werden.