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In seiner Urheimat Kanton in China, wo Chinakohl schon seit mehr als 2000 Jahren bekannt
ist, nennt man ihn seines Aussehens wegen auch Zahn vom weissen Drachen.
Den Japanern verdanken wir neue Hybridsorten, die auch im nördlichen Teil
Europas gedeihen. Die Hauptsaison dauert von September bis November. Ob China,
Peking- oder Japankohl, er bildet keulenförmige Köpfe ohne Strunk mit
weiss-gelblichen, gewellten und sehr zarten Blättern.
Hierzulande ist Chinakohl noch ein Neuling.
Seit den fünfziger Jahren in Deutschland und der Schweiz zwar schon bekannt. Er
wird aber erst seit
zehn Jahren hier angebaut und ist seitdem als heimisches Feingemüse aus
unsern Küchen nicht mehr wegzudenken.
Wer gerne schnell, vielseitig und schmackhaft, wer
also modern kochen will, für den ist der "Neue aus China" das gefundene Essen.
Vitaminreich, bekömmlich und kalorienarm - diese Vorzüge bietet der Chinakohl
noch obendrein.
Chinakohl hat manche Vorzüge, die sein
entfernter Verwandter, der Weisskohl, nicht bietet. Er schmeckt und duftet nur
sehr mild nach Kohl, ist zart und vielseitig zu verwenden, wird geschmort,
gedünstet oder roh als Salat zubereitet. In (Reis)-Wein eingelegt ist Chinakohl
übrigens das Vorbild für eine urdeutsche Spezialität - das Sauerkraut. Als
Dschingis Khan in China einfiel, lernte er das leckere Weinkraut schätzen und
wollte es auf seinen Beutezügen durch Europa nicht mehr missen. Da das Gemüse im
Westen unbekannt war, ersetzten seine Köche es einfach durch Weisskohl.
Inhalt:
Chinakohl ist kalorienarm, dabei vitamin- und mineraistoffreich.
Leicht verdaulich, eignet er sich auch zur Kranken- und Diätkost. Mit einem
Wassergehalt von über 95 % ist Chinakohl äusserst kalorienarm: 11 kcal/48 kJ je
100 g und 0,3 g Fett. Er zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Aminosäuren
aus; Mineralstoffe, Spurenlemente, Beta-Carotin (Provitamin A) und Vitamin C
sind in durchschnittlichen Mengen enthalten.
Einkauf:
Der Chinakohl wird, wie alle Kohlsorten, nach Gewicht
verkauft. Erntefrische Köpfe wiegen normalerweise zwischen 800 und 1.200 Gramm.
Diese Menge reicht aus für eine volle Vier-Personen-Mahlzeit. Für gemischte
Salate rechnen Sie mit 300 bis 500 Gramm. Achten Sie beim Einkauf auf dicht und
fest geschlossene Blätter, ihre Farbe ist gelblich-grün. Die Blätter müssen
knackig aussehen. In Klarsichtfolie gewickelt, hält er sich gut eine Woche im
Kühlschrank oder kühlen Keller.
Zubereitung:
Sie kaufen Chinakohl fast topffertig, er ist sauber
und ergiebig. Entfernen Sie nur die Außenblätter, dann den Kohl im ganzen
waschen. Chinakohl ergibt somit kaum Abfall. Wird nicht der ganze Kopf benötigt,
werden nur soviele Blätter abgetrennt, wie benötigt.
Frisch und roh schmeckt der Chinakohl in feine
Streifen geschnitten als Salat oder Rohkost ebenso gut
aber etwas gröber geschnitten gedünstet als Gemüse. Zur Abwechslung wie in China
unter Wenden braten. Die kurz blanchierten Blätter eignen sich sehr gut zum
Füllen: mit Reis, Getreide, Fleisch, Brät oder Fisch.
Weitere Pluspunkte: Seine Garzeit ist kürzer als die
der übrigen Kohlarten - in 20 Minuten ist er essfertig. Auch mit Fett können Sie
beim Chinakohl sparsamer umgehen. Er ist leichter verdaulich, hat nur einen
dezenten Kohl-Geschmack und Kohl-Geruch und bleibt als Salat über Stunden noch
knackig und in Form. Chinakohl bläht nicht, weshalb er auch von
kohlempfindlichen Menschen genossen werden kann.
Hinweis: Wir haben die Beiträge nach bestem Wissen
erstellt. Sollten Sie dennoch in unseren Beschreibungen Fehler finden, danken
wir für jeden Hinweis.
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